Bund: Keine linke Mehrheit

besuchergruppe-im-landtag-begruesst-70940-NGKObwohl die CDU bislang nicht die absolute Mehrheit der Mandate erringen konnte, kann Angela Merkel mit einiger Ruhe in ihrer politische Zukunft blicken: es ist gegen die Union keine Mehrheit bildbar. Rot-Rot-Gruen fehlen im letzten Bundestrend neun Mandate, um eine eigene Mehrheit im Bundestag zu erringen.

SPD im Schwaechemodus

Die fehlende Kraft des linken Lagers fuer eine eigene Regierungsmehrheit haengt vor allem an der SPD, die sich bis heute nicht aus ihrem Hartz IV-Schwaecheanfall vor den Wahlen 2005 nicht erholen hat koennen. Weiterhin verharrt sie bei einem fuer eine Volkspartei nicht akzeptablen Wert von 25 Prozent. Bis heute ist nicht absehbar, dass sie sich aus diesem bald nicht mehr historischem Tief befreien kann. Ihr fehlt neben einem schlagenden thematischen Alleinstellungsmerkmal auch die Fuehrungsfigur, die es ihr erlaubt, einen zugkraeftigen Wahlkampf zu fuehren.

Sigmar Gabriel, der gerne den volksnahen Tribun gibt, konnte bislang sich in der Bevoelkerung nicht den Rueckhalt erarbeiten, der fuer einen Kanzlerkandidaten notwendig ist. Bis heute kommt er eher linkisch herueber und steht auch deshalb in der Reihenfolge der beliebtesten Politiker nur an fuenfter Stelle – trotz seines heraus gehobenen Amtes. Und weder Andrea Nahles noch Manuela Schwesig koennen trotz einer laermenden PR wirklich Popularitaet gewinnen.

Union verliert leicht

angela-merkel-no-1Angela Merkel sitzt in ihrer Partei wie auch in der Politik generell fester im Sattel denn je. Sie dominiert nicht nur die deutsche Politik, sondern auch die europaeische Politik in allen Fragen – und mit ihrer sproeden, aber durchsetzungsfaehigen Art des Regierens kommt sie im Volk an.

Die Erfolge der Union sind damit ein personalisierter Erfolg der Kanzlerin. Es wird fuer Merkel und ihre Partei deshalb nunmehr darauf ankommen, den Uebergang auf ihren Nachfolger zu gestalten – sollte Merkel wirklich bereits 2017 nicht mehr fuer die Kanzlerschaft zur Verfuegung stehen. Andernfalls kann sie nach derzeitgem Stand durchaus die absolute Mandatsmehrheit in den Bereich des moeglichen einkalkulieren und mit einem beispielslosem Wahlerfolgt 2021 von der Politik abtreten.

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